500 Jahre Reformation – Aufbruch zur Freiheit

Gastfreundlich

Touristische Aspekte

Das Sterbehaus von Martin Luther (1483-1546), aufgenommen in der Innenstadt von Eisleben. Kulturinteressierte aus aller Welt besuchten verstärkt im vergangenen Jahr Orte der Reformation. Foto: ddp images/Jens Schlüter

Das Reformationsjubiläum war als Impulsgeber für den Kulturtourismus nach Deutschland geradezu prädestiniert. Entsprechend hat die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) im Rahmen der Lutherdekade vor allem in den Ländern mit starken Bezügen zur Reformation geworben, so beispielsweise in den Niederlanden, der Schweiz, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Ungarn, den USA, Kanada sowie Südkorea.

Internetangebot für internationales Publikum

Zentral war dabei die Präsentation des Themas auf der DZT-Website www.germany.travel, zielgruppengerecht in neun Sprachen aufbereitet. Acht eigens gestaltete "Luther-Routen" zu den Lebensstationen des großen Reformators und eine interaktive Landkarte mit den wichtigsten Wirkungsstätten Luthers sind ebenfalls wichtiger Bestandteil des Internetauftritts.

Entsprechend der zunehmenden Visualisierung von Werbebotschaften hat die DZT sieben "360 Grad"-Videos produziert. Diese präsentieren ausgewählte Orte aus Luthers Leben als historische Stätten sowie als touristisch erlebbare Destinationen.

DZTAls Teil ihrer weltweiten Marketingaktivitäten startete die DZT mit Beginn des Reformationsjahres die Themenkampagne "Luther 2017 – 500 Jahre Reformation in Deutschland" mit dem Fokus auf Martin Luther als Symbolfigur der Reformation und als Werbebotschafter für den Kulturstandort Deutschland.

Viel Besuch bei Luther

Das Interesse auswärtiger Gäste war groß: So zählte die Wartburg in Eisenach nach Eröffnung der Nationalen Sonderausstellung "Luther und die Deutschen" bereits innerhalb der ersten zwei Monate 100.000 Besucherinnen und Besucher mit einem überproportional hohen ausländischen Anteil (22 Prozent).

Die Besucherzahlen im Lutherhaus Wittenberg stiegen von Januar bis Mai 2017 um 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im gleichen Zeitraum haben sich die Zahlen in Luthers Geburtshaus und Sterbehaus in Eisleben, seinem Elternhaus in Mansfeld sowie im Melanchthonhaus in Wittenberg sogar mehr als verdoppelt.

In den ersten fünf Monaten des Jubiläumsjahres verzeichneten Sachsen-Anhalt und Thüringen mit einem Plus von 18,4 Prozent bzw. 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum überdurchschnittliche Zuwachsraten bei den Ausländerübernachtungen.

Über die Aktivitäten der DZT hinaus bieten sich im Rahmen des aktuell vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projektes zum Kulturtourismus in ländlichen Regionen Anknüpfungspunkte zum Reformationsjubiläum. Die dabei beteiligte Modellregion Anhalt-Dessau-Wittenberg lädt – vor allem mit Blick auf nachhaltige Effekte – förmlich dazu ein.

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