500 Jahre Reformation – Aufbruch zur Freiheit

Melanchthon-Haus in Wittenberg

Philipp Melanchthon lebte mit seiner Familie mehrere Jahrzehnte in Wittenberg. Das Bürgerhaus mit dem gestaffelten Giebel in der Wittenberger Collegienstraße wurde ihm vom Kurfürst Johann Friedrich I. geschenkt.

Als Professor für griechische Sprache war Melanchthon 1518 an die Wittenberger Universität gekommen. Er war ein treuer Freund Luthers und hat maßgeblich zur Verbreitung der Ideen der Reformation beigetragen.

Um den geschätzten Gelehrten in der Stadt zu halten, zahlte der Kurfürst für seine Unterkunft. Das Haus bot Raum für die Familie und Gelegenheit, Studenten als zahlende Gäste unterzubringen. Melanchton starb hier am 19. April 1560.

Das dreigeschossige Gebäude ist eines der schönsten Renaissancehäuser Wittenbergs. Seit 1996 gehört das Haus zum Unesco-Weltkulturerbe. Um es zu erhalten, wurde es saniert. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat die Maßnahmen unterstützt.

Im Neubau, der 2013 eröffnet wurde, lädt die Ausstellung "Philipp Melanchthon – Leben – Werk – Wirkung" zu Begegnungen mit Melanchthon, seiner Familie, Freunden und Studenten ein. Zentrale Werke, Handschriften, Grafiken und Gemälde zeichnen ein eindrucksvolles Bild von Melanchthons Schaffen und seiner Wirkungsgeschichte. Interaktive Objekte in der Ausstellung richten sich vor allem an Kinder und Jugendliche. Magdalena, Melanchthons zehnjährige Tochter, führt die jungen Besucher grafisch-bildlich und akustisch durch das Haus.

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