500 Jahre Reformation – Aufbruch zur Freiheit

Reformationsstätten

Veste Coburg

Von April bis Oktober 1530 hielt sich Martin Luther im Schutz der Burg Veste Coburg auf. Von dort aus korrespondierte er mit Philipp Melanchthon, arbeitete an Bibel- und Äsop-Übersetzungen und verfasste programmatische Schriften.

Martin Luther Zimmer. In diesem Zimmer lebte Martin Luther waehrend seines Aufenthalts auf der Veste Coburg. Auf dem Tisch eine original Lutherbibel von 1536. , Reformationsjahr, Reformationsjubiläum Veste Coburg Foto: Berthold Steinhilber/laif

Die sogenannten Lutherstuben auf der Veste erinnern an diesen Aufenthalt. Heute sind in den Zimmern Portraits des Reformators und seiner Frau von Lucas Cranach dem Älteren zu sehen sowie Gemälde, Stiche und Münzen , die das Geschehen dieser religionsgeschichtlich wichtigen Monate veranschaulichen.

Im 19. Jahrhundert gewann die Erinnerung an den Aufenthalt des Reformators zunehmend an Bedeutung für das Selbstverständnis des Hauses Sachsen-Coburg. 1844 entstand im Rahmen der historisierenden Umgestaltung der Veste ein reich geschmücktes "Reformatorenzimmer", dessen in Teilen erhaltene Dekoration ebenfalls zu besichtigen ist.  

Die Kunstsammlungen der Veste Coburg umfassen Waffen und Rüstungen,  Kutschen,  und  Kunsthandwerk von der Renaissance bis zur Gegenwart. Zudem ist altdeutsche Kunst mit bedeutenden Skulpturen und zahlreiche Cranach-Werke zu sehen. Mit ihrem Kupferstichkabinett beherbergt die Veste eine der größten graphischen Sammlung in Deutschland.

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